Jetzt Anfragen

Gefälschte Quellen, kopierte Passagen, Exmatrikulation: Wie eine KI-Bachelorarbeit zum Aus für einen Studierenden wurde

An einer renommierten norddeutschen Hochschule ist ein Skandal um eine angeblich von einer Künstlichen Intelligenz erstellte Bachelorarbeit aufgeflammt – ein Fall, der die Diskussion um Plagiate und die KI-unterstützte Hilfe beim Schreiben von Abschlussarbeiten, insbesondere Bachelorarbeiten, weiter anheizt. Die Arbeit wies zahlreiche direkte Übernahmen aus fremden Texten auf, enthielt erfundene Quellenangaben und wurde von der Prüfungssoftware PlagAware mit hoher Wahrscheinlichkeit als maschinell erstellt markiert. Das Prüfungsamt sprach daraufhin die Exmatrikulation des 23 Jahre alten Studierenden aus.

Der Fall zeigt, wie schnell der Einsatz generativer Modelle beim Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten, von der Themenfindung über die Ideengenerierung bis zur Textproduktion, sowohl Chancen als auch Risiken birgt.

Vom Entwurf zur Abgabe

Der Studierende, den wir hier aus Schutz der Anonymität Jonas M. nennen, studierte Betriebswirtschaft im sechsten Semester. Immer mehr Bachelorstudierende greifen bei der Themenfindung und Gliederung ihrer Abschlussarbeiten auf KI-Unterstützung und Textvorlagen zurück, um den Herausforderungen des Zeitmanagements und der Aufgabenbewältigung zu begegnen. Bedingt durch Pflichtpraktika und eine Nebentätigkeit geriet Jonas in Zeitdruck. In der Phase der Themenfindung halfen ihm KI-basierte Tools, kreative Ideen, Themenvorschläge und präzise Forschungsfragen für seine Thesis zu generieren. Auf der Suche nach einer schnellen Lösung nutzte er eine populäre Textgenerierungsplattform, die auf wenigen Stichworten längere wissenschaftliche Textbausteine und Textabschnitte erzeugen kann. Mithilfe von KI-Unterstützung erstellte Jonas verschiedene Textbausteine für die Einleitung, den Hauptteil und die Gliederung seiner Thesis und nutzte diese für die Strukturierung seiner Arbeit.

Die Verwendung solcher KI-basierten Tools kann Ressourcen und Mühe sparen, birgt jedoch auch Risiken hinsichtlich der akademischen Integrität. Die Arbeit wurde seitenweise erstellt und abgegeben, wobei die KI bei der Strukturierung und beim Verfassen einzelner Teile der Abschlussarbeit half. Jonas strukturierte die gelieferten Passagen, ergänzte einige eigene Absätze und gab die Arbeit wenige Tage vor Fristende ab.

Seine Prüfungsleistung erhielt zunächst eine vorläufige Annahme. Nach routinemäßiger Kontrolle leitete das Prüfungsamt jedoch ein vertiefendes Prüfverfahren ein. Mit einem professionellen Ghostwriter wäre dies nicht passiert, da Ghostwriter eigenständig mit einem eigenen Schreibstil akademische Arbeiten für Studierende schreiben und Textabschnitte nicht aus der KI übernehmen.

PlagAware schlägt Alarm

Die Hochschule setzt seit einiger Zeit eine Kombination aus Plagiatserkennung und spezialisierten Tools zur Erkennung von KI-generierten Texten ein. Die Plagiatsprüfung zielt dabei nicht nur auf das Erkennen von Plagiaten ab, sondern überprüft auch die korrekte Verwendung von Zitaten sowie die Analyse einzelner Textabschnitte und Teile der Arbeit.

Bei der Analyse seiner Bachelorarbeit zeigte PlagAware zwei auffällige Befunde. 1) Erstens ergab die Plagiatsprüfung mehrfach 1:1-Übereinstimmungen mit unveröffentlichten Quellen aus Datenbanken sowie mit Textpassagen bekannter Fachbücher. 2) Zweitens meldete das KI-Erkennungstool eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit für maschinelle Erstellung in mehreren Kapiteln.

Durch die gezielte Analyse verschiedener Textabschnitte konnten die Prüfer einen besseren Überblick über die Integrität der einzelnen Teile der Arbeit gewinnen. Parallel dazu fiel den Prüferinnen und Prüfern auf, dass die Quellenangaben teilweise nicht existent waren oder auf Publikationen verwiesen, die sich bei näherer Überprüfung als erfunden herausstellten. Ein Beispiel: In Kapitel drei war eine zentrale Theorie mit einem konkret angegebenen Artikel aus einer Fachzeitschrift belegt. Die angegebene Zeitschrift existierte zwar, die zitierte Ausgabe und der Artikel jedoch nicht. In weiteren Fußnoten fanden sich falsche DOI-Nummern und falsch geschriebene Autorennamen.

Dieses Problem beobachten wir oft bei KI-generierten Hausarbeiten oder KI-generierten Bachelorarbeiten. Eine KI-Arbeit erkennt man meistens direkt an den falschen Quellenangaben und anschließend an sprachlichen Mustern im Fließtext. Ein Ghostwriter kann im Gegensatz zur KI eine vollständig selbstgeschriebene Arbeit bereitstellen. Mit persönlichem Schreibtstil und vollständiger Methodik.

Anhörung und Exmatrikulation

In der anschließenden Anhörung erklärte Jonas M., er habe die KI als Hilfsmittel genutzt, aber sämtliche Inhalte vor Abgabe geprüft. Auf Nachfrage konnte er jedoch nicht nachvollziehbar darlegen, wie bestimmte zitierte Studien zustande gekommen sein sollten.

Seine Angaben zur Entstehung einiger Passagen schwankten. Das Prüfungsgremium bewertete dies als Täuschungsversuch. Die Prüfungsordnung der Hochschule verlangt, dass Studierende ihre Abschlussarbeiten, insbesondere Bachelorarbeiten, eigenständig verfassen und schreiben und dabei die tatsächlichen Quellen verlässlich angeben. Als Sanktion folgte die Exmatrikulation wegen schwerer Täuschung in einer Prüfungsleistung. Jonas kündigte an, gegen die Entscheidung rechtlich vorzugehen. Sein Anwalt hat angekündigt, die methodische Unsicherheit bei der KI-Erkennung sowie die Frage der Verhältnismäßigkeit der Sanktion prüfen zu lassen.

Technische und methodische Probleme

Expertinnen und Experten erinnern daran, dass die Erkennung KI-generierter Texte nicht immer eindeutig ist.

Die Identifikation erfolgt meist durch die Verwendung spezieller Tools, die auf ki basierte Analyseverfahren zurückgreifen. Machine-Learning-Modelle arbeiten mit Wahrscheinlichkeiten. Auffällige Muster können Hinweise liefern, müssen aber durch inhaltliche Prüfung ergänzt werden.

Der Einsatz von KI-Tools kann zwar Ressourcen und Mühe bei der Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten sparen, bringt jedoch neue Herausforderungen für die Überprüfung solcher Abschlussarbeiten mit sich. In diesem Fall führte die Kombination aus 1:1-Übernahmen, der Unfähigkeit des Studierenden, Inhalte zu erklären, und den gefälschten Quellen zu einer starken Indizienlage.

Der besonders problematische Punkt sind die gefälschten Quellen.
Generative Modelle neigen dazu, kohärente, aber nicht unbedingt korrekte Referenzen zu produzieren. Diese sogenannte Halluzination ist in der wissenschaftlichen Praxis existenziell gefährlich. Eine Arbeit mit frei erfundenen Belegen verletzt grundlegende Zitierpflichten und beschädigt die Nachprüfbarkeit wissenschaftlicher Aussagen.

Hochschule und Öffentlichkeit reagieren

Die Hochschulleitung betonte die Notwendigkeit, wissenschaftliche Standards zu schützen. „Wir leben von der Nachvollziehbarkeit und Prüfbarkeit akademischer Arbeiten“, sagte die Dekanin der Fakultät. „Wer Quellen erfindet oder ganze Passagen übernimmt, untergräbt das Fundament unseres Wissenschaftsbetriebs.“ Gleichzeitig forderten Studierendenvertretungen, die Sanktionen mit Augenmaß auszuüben. Viele Bachelorstudierende sind bei der Erstellung ihrer Abschlussarbeiten auf Hilfe und KI-Unterstützung angewiesen, um Herausforderungen wie Zeitmanagement, Themenfindung und wissenschaftliches Schreiben zu bewältigen. Sie fordern verbindliche Leitlinien zum Umgang mit KI, verpflichtende Informationsangebote und die Einführung von unterstützenden Formaten, damit Studierende wissen, wie sie KI sinnvoll und regelkonform nutzen können. Die Hochschule plant zudem, gezielte Hilfsangebote und KI-Unterstützung speziell für Bachelorstudierende bereitzustellen, um den Arbeitsprozess bei Abschlussarbeiten zu erleichtern.

Unterschied zwischen Nutzung, Hilfestellung und Täuschung

Der Fall illustriert wichtige Trennlinien.

Die Nutzung von Tools zur Formulierungshilfe, zur Formatierung oder zur Literaturrecherche kann mit Klarstellung und entsprechender Kennzeichnung vertretbar sein. Gerade im Kontext der Bachelorarbeit ist eine verantwortungsvolle Verwendung und die vielfältigen Möglichkeiten der KI-Unterstützung entscheidend – etwa bei der Themenfindung, Strukturierung oder beim wissenschaftlichen Schreiben.

Der Einsatz von KI zur Generierung ganzer inhaltlicher Abschnitte ohne Nachweis eigener Leistung überschreitet die Grenze zur Täuschung. Noch eindeutiger ist der Fall, wenn Quellen erfunden oder ohne Angabe übernommen werden. Professor Dr. Miriam Kohler, Expertin für Wissenschaftsethik, fasst zusammen: „Es muss klar geregelt werden, welche Funktion KI-Tools haben dürfen. Automatische Textgeneratoren ersetzen keine akademische Auseinandersetzung. Wer sie als inhaltlichen Ersatz nutzt, handelt fahrlässig.“

Konsequenzen für Lehre und Prüfungswesen

Bildungseinrichtungen sind gefordert, schnell zu handeln. Besonders Bachelorstudierende benötigen gezielte Hilfe und Unterstützung bei der Erstellung von Abschlussarbeiten, da sie vor spezifischen Herausforderungen wie Zeitmanagement, Themenfindung und Strukturierung stehen. Notwendig erscheinen folgende Maßnahmen:

1. Transparente Richtlinien zur Nutzung generativer KI in Lehrveranstaltungen und Prüfungen.

2. Pflichtschulungen für Studierende zu Zitiertechnik, Quellenprüfung und Risiken von KI.

3. Anpassung der Prüfungsformate, etwa verstärkte mündliche Prüfungen oder reflektierende Begleitbögen, in denen Studierende ihre Arbeitsweise offenlegen.

4. Investitionen in zuverlässige Nachweismethoden und in die Ausbildung von Prüfenden zur Interpretation von KI-Erkennungsberichten.

Ghostwriter als bessere Alternative

Bei einem professionellen Ghostwriter wäre der Fall wohl ganz anders verlaufen. Ein erfahrener akademischer Autor prüft jede Quelle, achtet auf korrekte Zitation und stellt sicher, dass keine fehlerhaften oder erfundenen Nachweise in den Text gelangen.

Ghostwriter strukturieren die Arbeit seitenweise, sorgen für eine klare Gliederung und gewährleisten eine professionelle Form der Abschlussarbeit. Sie legen besonderen Wert auf die korrekte Verwendung von Zitaten und achten darauf, Plagiate konsequent zu vermeiden.

Bei efactory1 wird zusätzlich jede Arbeit vor der Übergabe mit PlagAware überprüft – nicht, um Studierende zu bestrafen, sondern um sicherzustellen, dass die gelieferten Texte tatsächlich eigenständig, nachvollziehbar und wissenschaftlich sauber sind. Dadurch wird die Qualität systematisch kontrolliert, bevor die Arbeit überhaupt in die Hände der Kund:innen gelangt.

Natürlich ist die Beauftragung eines Ghostwriters teurer als der Einsatz einer KI, doch sie bietet dafür etwas, das kein Algorithmus garantieren kann: echte Verantwortung, menschliches Urteilsvermögen und wissenschaftliche Gewissenhaftigkeit.

Ghostwriter statt KI? Jetzt anfragen!

    Häufig ist ein Telefonat sinnvoll Liefertermin Falls du uns eine Datei (max. 5 MB z.B. .doc, .pdf, .xls) mitsenden möchtst, nutze bitte die Upload-Funktion. Deine Anfrage ist unverbindlich, verschlüsselt und deine persönlichen Daten werden streng vertraulich behandelt. Bei Nichtannahme des Angebots werden deine Daten innerhalb weniger Tage gelöscht.
    WhatsApp Jetzt anfragen
    Anfrage stellen