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Tipps für die Bachelorarbeit: Was in welcher Phase des Prozesses wirklich hilft

Ein Tipp ist nur dann nützlich, wenn er zum richtigen Zeitpunkt kommt. Was in der ersten Woche der Bachelorarbeit entscheidend ist, hilft in der letzten Woche vor der Abgabe nicht mehr. Was in der Überarbeitungsphase zählt, war in der Schreibphase noch nicht relevant. Wer generische Tipps auf alle Phasen gleich anwendet, wendet sie in den meisten Phasen falsch an.

Dieser Ratgeber ist phasenspezifisch aufgebaut: Er folgt dem Prozess der Bachelorarbeit von der ersten Woche bis zur Abgabe und gibt für jede Phase die Tipps, die dort tatsächlich relevant sind. Wer weiß, in welcher Phase er sich befindet, kann direkt zu dem Abschnitt springen, der für seine aktuelle Situation passt.

Phase 1: Die ersten zwei Wochen – Grundlagen legen

Die ersten zwei Wochen der Bachelorarbeit, also die Zeit vor der formellen Anmeldung, sind konzeptionell die wichtigsten des gesamten Prozesses. Was hier gut vorbereitet wird, erleichtert alle nachfolgenden Phasen erheblich. Was hier versäumt wird, holt man später unter Zeitdruck nach.

Der erste Schritt in dieser Phase ist das Lesen der Prüfungsordnung, vollständig und mit Markierungen. Viele Probleme in späteren Phasen entstehen aus Unkenntnis der formalen Anforderungen, die von Beginn an bekannt gewesen wären. Umfang, Bearbeitungszeit, Zitierstil-Vorgaben, Abgabemodalitäten und die Voraussetzungen für eine eventuelle Fristverlängerung sind Informationen, die man zu Beginn kennen sollte.

Parallel dazu empfiehlt sich eine erste systematische Sondierung des eigenen Interesses: Welche Themen aus dem Studium haben das stärkste inhaltliche Interesse geweckt? Wo gibt es offene Fragen, die man gerne beantwortet sähe? Diese Sondierung muss noch nicht zu einer fertigen Forschungsfrage führen; sie gibt aber die Richtung für das erste Betreuungsgespräch vor. Wer das erste Gespräch mit dem Betreuer ohne jede inhaltliche Vorbereitung sucht, nutzt die Betreuungszeit ineffizient.

Phase 2: Das erste Betreuungsgespräch vorbereiten und führen

Das erste Betreuungsgespräch ist keine Prüfungssituation, sondern eine Orientierungssitzung. Es geht nicht darum, dem Betreuer eine fertige Forschungsfrage zu präsentieren, sondern darum, das eigene Interessengebiet zu skizzieren, mögliche Themenrichtungen zu besprechen und einen ersten Eindruck von den Erwartungen des Betreuers zu bekommen. Trotzdem braucht das Gespräch eine Struktur, damit es konkrete Ergebnisse liefert.

Eine sinnvolle Vorbereitung umfasst das schriftliche Formulieren von zwei bis drei Themenideen mit je einem Satz zur Begründung, warum das Thema wissenschaftlich relevant ist, und einem Satz dazu, welche Frage man dazu stellen würde. Diese schriftliche Vorbereitung muss dem Betreuer nicht unbedingt vorab zugesendet werden, hilft aber dabei, das eigene Denken zu strukturieren und im Gespräch klar zu kommunizieren. Das Gespräch selbst sollte mit einem schriftlichen Protokoll beendet werden: Was wurde besprochen? Auf welche Richtung hat man sich verständigt? Was sind die nächsten Schritte?

Wer zu einem Betreuer möchte, der bereits sehr viele Betreuungsplätze vergeben hat, tut gut daran, möglichst früh anzufragen, idealerweise ein Semester vor dem geplanten Beginn. Wer zu spät kommt, findet möglicherweise keine freien Kapazitäten mehr und muss auf einen weniger passenden Betreuer ausweichen.

Phase 3: Die Literaturrecherche strukturieren

Literaturrecherche ohne Struktur kostet unverhältnismäßig viel Zeit. Wer ohne Suchstrategie in Datenbanken sucht, findet entweder zu viel und kann nicht einschätzen, was davon relevant ist, oder zu wenig und glaubt fälschlicherweise, es gebe kaum Literatur zum Thema. Beides lässt sich durch eine systematische Herangehensweise vermeiden.

Ein erster Tipp für die Literaturrecherche ist der gezielte Einsatz mehrerer Datenbanken, nicht nur Google Scholar. Fachspezifische Datenbanken wie PsycINFO für Psychologie, WISO für Wirtschaftswissenschaften, JSTOR für Geistes- und Sozialwissenschaften oder Web of Science für naturwissenschaftliche Fächer bieten Zugänge zu Literatur, die Google Scholar nicht immer gut abdeckt. Die Bibliothek der eigenen Hochschule hat häufig Schulungen zu den relevanten Datenbanken, die den Rechercheprozess erheblich beschleunigen.

Ein zweiter Tipp ist das schneeballprinzip-artige Suchen: Man liest die Literaturverzeichnisse der gefundenen Schlüsselwerke und findet dadurch weitere relevante Quellen, die mit den ursprünglichen Suchbegriffen nicht gefunden worden wären. Umgekehrt lohnt auch der Blick in die zitierenden Arbeiten, also Arbeiten, die das eigene Schlüsselwerk zitieren, weil diese häufig neuere Entwicklungen im selben Themenbereich dokumentieren.

Jede gelesene Quelle sollte sofort in einem Literaturverwaltungsprogramm erfasst und mit einem kurzen Exzerpt versehen werden. Dieses Exzerpt hält in zwei bis drei Sätzen fest, was die Kernaussage der Quelle ist und warum sie für die eigene Arbeit relevant ist. Wer diese Praxis konsequent verfolgt, muss am Ende des Schreibprozesses keine Quellen erneut lesen, weil er nicht mehr weiß, warum er sie markiert hat.

Phase 4: Exposé und Gliederung entwickeln

Das Exposé ist das erste vollständige Dokument der Bachelorarbeit und eine wertvolle Übung, auch wenn es nicht formal verlangt wird. Wer die eigenen Ideen in einem kohärenten, zwei- bis fünfseitigen Text zusammenfassen muss, der Forschungsfrage, Forschungsstand, Methodenüberblick, vorläufige Gliederung und Zeitplan enthält, merkt schnell, wo die eigenen Überlegungen noch nicht vollständig durchdacht sind.

Die Gliederung, die im Exposé skizziert wird, ist eine erste Version, keine verbindliche Festlegung. Sie zeigt dem Betreuer, wie man sich den Aufbau der Arbeit vorstellt, und gibt dem Betreuer die Möglichkeit, grundlegende strukturelle Probleme früh zu identifizieren. Eine Gliederung, die vom Betreuer grundsätzlich gutgeheißen wurde, gibt dem Schreibenden Sicherheit und dem Schreibprozess eine klare Orientierung.

Ein Tipp, der in dieser Phase häufig unterschätzt wird, ist das Lesen von zwei oder drei Bachelorarbeiten aus dem eigenen Fachbereich, die im Hochschulrepositorium zugänglich sind. Diese Arbeiten zeigen konkret, wie eine Gliederung in dem eigenen Fach aussieht, welches Niveau erwartet wird und wie Theorie, Methodik und Ergebnisse in der Praxis miteinander verbunden werden. Diese Orientierung ist in dieser frühen Phase besonders wertvoll, weil sie eine reale Vorstellung erzeugt, auf die hin die eigene Arbeit entwickelt werden kann.

Phase 5: Anmeldung und Zeitplanung

Mit der formellen Anmeldung der Bachelorarbeit beim Prüfungsamt beginnt die Bearbeitungsfrist. Wer sich anmeldet, sollte in diesem Moment eine abgestimmte Forschungsfrage, eine vom Betreuer akzeptierte Gliederungsskizze und einen realistischen Zeitplan haben. Fehlt eines dieser drei Elemente, ist die Anmeldung verfrüht.

Der Zeitplan arbeitet rückwärts vom Abgabedatum. Wo liegt der Abgabetermin? Wie viel Zeit brauche ich für Formatierung und Druck, also mindestens zwei bis drei Tage? Wie viel Zeit für das Lektorat, also je nach Anbieter ein bis fünf Tage? Wie viel Zeit für die Überarbeitung, also mindestens zwei Wochen? Wann muss die Rohfassung also fertig sein? Wann muss ich mit dem Schreiben beginnen, um diesen Termin zu halten? Wann muss die empirische Erhebung abgeschlossen sein, damit die Auswertung noch in den Zeitplan passt?

Dieser rückwärts berechnete Zeitplan zeigt häufig, dass die verfügbare Zeit erheblich kürzer ist als ursprünglich angenommen. Er zeigt auch, in welchen Phasen Puffer notwendig sind: empirische Erhebungen dauern häufig länger als geplant, Schreibblockaden kosten Tage, und inhaltliche Überraschungen erfordern manchmal eine Anpassung der Gliederung. Wer einen Puffer von mindestens einer Woche einplant, fängt diese unvermeidlichen Verzögerungen auf, ohne in Zeitnot zu geraten.

Phase 6: Den Einstieg ins Schreiben finden

Der Einstieg ins Schreiben ist für viele Studierende der schwierigste Moment des gesamten Prozesses. Ein leeres Dokument, eine klare Gliederung, und trotzdem kein erster Satz. Wer in dieser Situation auf Inspiration wartet, wartet häufig zu lange. Wer stattdessen beginnt, unabhängig davon, ob der erste Satz gut ist, kommt weiter.

Ein konkreter Tipp für den Einstieg ist das Freischreiben: Man schreibt zu dem Kapitel, das am klarsten ist, alles auf, was einem einfällt, ohne auf Formulierungsqualität zu achten. Dieser Text ist kein Teil der fertigen Arbeit; er ist ein Werkzeug, um die eigenen Gedanken in eine sichtbare Form zu bringen, aus der dann ein strukturierter Text entwickelt werden kann. Wer das Freischreiben kennt, hat eine Technik, die immer funktioniert, weil sie keine Inspiration voraussetzt.

Ein weiterer Tipp ist das Beginnen mit dem Kapitel, das am klarsten ist, nicht mit dem, das als erstes im Dokument steht. Die Einleitung wird zuletzt geschrieben. Der Theorieteil, für den die meiste Literatur bereits gelesen wurde, ist häufig ein guter Einstiegspunkt. Wer früh Text produziert, gewinnt Momentum, das den Schreibprozess trägt.

Phase 7: Die Schreibphase durchhalten

Die Schreibphase ist die längste und häufig psychisch anstrengendste Phase der Bachelorarbeit. Die Neuheit des Projekts ist verpufft, das Ende ist noch weit, und die Motivation schwankt. In dieser Phase kommt es auf Disziplin und Struktur an, nicht auf Inspiration.

Der wirksamste Tipp für die Schreibphase ist die feste tägliche Schreibroutine. Es spielt dabei keine große Rolle, wie viel man täglich schreibt; entscheidend ist die Regelmäßigkeit. Wer täglich eine Stunde schreibt, bleibt mit dem Thema in Verbindung und findet den Einstieg in jede Sitzung leichter als jemand, der zwischen den Schreibsitzungen tagelange Pausen einlegt. Die Pausen unterbrechen den gedanklichen Fluss und zwingen bei jeder Wiederaufnahme zu einem aufwendigen Wiedereinstieg in das Material.

Ein weiterer Tipp für diese Phase ist das bewusste Akzeptieren von Rückschlägen als Teil des Prozesses. Tage, an denen man wenig schreibt oder das Geschriebene schlecht ist, gehören zum Schreibprozess dazu. Sie sind kein Signal dafür, dass man falsch liegt oder die Arbeit nicht bewältigen kann. Wer lernt, Rückschläge als normal zu akzeptieren, statt sie als Krisenzeichen zu interpretieren, bewahrt die Energie für das Weiterarbeiten.

Phase 8: Empirische Arbeit – Erhebung und Auswertung

Für Studierende mit empirischen Bachelorarbeiten ist die Erhebungsphase eine operative Phase mit spezifischen Risiken. Der häufigste ist das unterschätzte Zeitfenster: Interviews zu koordinieren, durchzuführen und zu transkribieren dauert erheblich länger als die meisten Studierenden vorab einplanen. Fragebögen-Umfragen brauchen Zeit für die Verbreitung und häufig mehrere Erinnerungsrunden, um ausreichend Rücklauf zu generieren. Diese Zeitpuffer müssen im Zeitplan eingeplant sein.

Ein konkreter Tipp für die Erhebungsphase ist die Erstellung eines Pretests, bevor das Erhebungsinstrument breit eingesetzt wird. Ein Fragebogen, der fünf Probandinnen und Probanden vorab gezeigt und von diesen kommentiert wird, deckt Verständnisprobleme und Formulierungsschwächen auf, bevor sie die gesamte Erhebung beeinflussen. Dieser Schritt kostet einen halben Tag, verhindert aber Fehler, die nachträglich nicht mehr korrigiert werden können.

Die statistische Auswertung beginnt idealerweise parallel zur Erhebung, nicht erst danach. Wer bereits erste Daten auswertet, während die Erhebung noch läuft, erkennt früh, ob das Erhebungsinstrument die erwarteten Verteilungen produziert, und kann gegebenenfalls noch Anpassungen vornehmen. Wer mit der Auswertung erst nach Abschluss der Erhebung beginnt, hat keinen Spielraum mehr für solche Korrekturen. Für Studierende ohne ausreichende Statistikkenntnisse ist in dieser Phase externe Auswertungsunterstützung besonders wertvoll, weil falsch angewendete Auswertungsverfahren die gesamte empirische Grundlage der Arbeit gefährden.

Phase 9: Die Rohfassung abschließen

Die Rohfassung ist abgeschlossen, wenn alle Kapitel in einer ersten ausformulierten Version vorliegen. Das bedeutet nicht, dass alle Kapitel gut sind oder fertig; es bedeutet, dass kein Kapitel mehr leer ist. Dieser Zustand ist ein wichtiger Meilenstein, weil er den Übergang von der Schreibphase zur Überarbeitungsphase markiert und weil er die vollständige inhaltliche Grundlage schafft, auf der die Überarbeitung aufbaut.

Ein Tipp für den Abschluss der Rohfassung ist das Einreichen beim Betreuer, bevor man mit der eigenen Überarbeitung beginnt. Betreuer, die die Rohfassung lesen, können grundlegende Rückmeldungen geben, die die Überarbeitungsstrategie informieren. Wer erst selbst überarbeitet und dann den Betreuer einbezieht, riskiert, viel Überarbeitungsarbeit in einer Richtung zu investieren, die der Betreuer grundlegend anders gesehen hätte. Das Feedback auf die Rohfassung ist das wertvollste Feedback im gesamten Prozess, weil es noch ausreichend Zeit lässt, grundlegende Verbesserungen vorzunehmen.

Phase 10: Die Überarbeitungsphase

Die Überarbeitungsphase beginnt mit Abstand. Wer direkt nach dem Schreiben überarbeitet, liest den eigenen Text nicht wie ein unbekannter Leser, sondern wie jemand, der weiß, was gemeint ist, und deshalb übersieht, was nicht klar gesagt wurde. Mindestens zwei bis drei Tage Abstand ermöglichen eine kritischere Lektüre, eine Woche ist besser.

Der erste Überarbeitungsdurchgang gilt der Struktur. Trägt jedes Kapitel zur Beantwortung der Forschungsfrage bei? Sind die Übergänge zwischen Kapiteln klar und nachvollziehbar? Gibt es Redundanzen, die gestrichen werden sollten, oder inhaltliche Lücken, die gefüllt werden müssen? Dieser Durchgang kann zu größeren Umstrukturierungen führen, die vor den anderen Überarbeitungsschritten vorgenommen werden sollten, weil sprachliche Korrekturen an Absätzen, die später gestrichen werden, verschwendete Zeit sind.

Der zweite Durchgang gilt dem Inhalt. Sind alle Argumente vollständig begründet? Fehlen Quellenangaben? Gibt es Aussagen, die nicht ausreichend belegt sind? Werden Ergebnisse und Interpretation klar getrennt? Der dritte Durchgang gilt Sprache und Stil. Sind Sätze zu lang? Gibt es Nominalstil, der sich verbalisieren lässt? Sind Fachbegriffe konsistent verwendet? Sind Übergänge zwischen Absätzen sichtbar? Diese drei Durchgänge verlangen unterschiedliche Aufmerksamkeitsqualitäten und sollten konzeptuell getrennt sein.

Phase 11: Lektorat und Endkorrektur

Ein professionelles Lektorat sollte nach dem letzten eigenen Überarbeitungsdurchgang beauftragt werden, nicht davor. Wer den Text lektorieren lässt, bevor er selbst die strukturellen und inhaltlichen Überarbeitungen abgeschlossen hat, verschwendet Lektoratsressourcen auf Passagen, die später noch verändert werden. Die richtige Reihenfolge ist: eigene Überarbeitung, dann Lektorat, dann Umsetzung der Lektoratshinweise, dann letzte eigene Durchsicht.

Ein Tipp für das Lektorat ist die klare Kommunikation des Ziels an den Lektor: Geht es um sprachliche Korrektheit, um stilistische Verbesserung, um beides? Soll der Lektor auch auf inhaltliche Unklarheiten hinweisen, ohne sie aufzulösen? Diese Absprache stellt sicher, dass das Lektorat die Erwartungen trifft. Viele Studierende beauftragen ein Lektorat, ohne diese Erwartungen zu kommunizieren, und sind dann überrascht, wenn das Ergebnis anders ausfällt als erhofft.

Nach dem Lektorat folgt die eigene letzte Durchsicht: Man liest die kommentierten Vorschläge des Lektors, entscheidet welche übernommen werden und welche nicht, und liest den überarbeiteten Text ein letztes Mal vollständig durch. Wer in dieser letzten Durchsicht noch starken Drang verspürt, inhaltliche Änderungen vorzunehmen, sollte diese sorgfältig abwägen: Je nach Umfang der Änderung kann ein weiterer Lektoratsdurchgang notwendig werden.

Phase 12: Formatierung und formale Abschlusskontrolle

Die Formatierungsphase wird von Studierenden regelmäßig unterschätzt. Ein vollständig formatiertes Dokument nach den Vorgaben der Prüfungsordnung zu erstellen, inklusive korrektem Deckblatt, Inhaltsverzeichnis mit übereinstimmenden Seitenzahlen, Abbildungs- und Tabellenverzeichnis, Abkürzungsverzeichnis, Literaturverzeichnis und eidesstattlicher Erklärung, dauert mehrere Stunden, auch wenn man gut vorbereitet ist.

Ein konkreter Tipp ist die Checkliste. Vor der Abgabe prüft man systematisch, ob alle Bestandteile vorhanden sind, die die Prüfungsordnung verlangt. Überschriften im Inhaltsverzeichnis und im Text stimmen überein. Alle im Text zitierten Quellen erscheinen im Literaturverzeichnis. Keine Quelle im Literaturverzeichnis ist im Text nicht zitiert. Alle Abbildungen und Tabellen sind nummeriert und im Verzeichnis aufgeführt. Seitenzahlen stimmen überein. Schriftgröße, Zeilenabstand und Seitenränder entsprechen den Vorgaben. Diese Prüfung klingt kleinlich, verhindert aber formale Fehler, die einem Gutachter sofort auffallen.

Phase 13: Die letzte Woche vor der Abgabe

In der letzten Woche vor der Abgabe gilt eine einfache Regel: keine inhaltlichen Veränderungen mehr. Wer in der letzten Woche noch inhaltliche Änderungen vornimmt, erzeugt Folgefehler im Inhaltsverzeichnis, in Querverweisen und möglicherweise in der Argumentation. Die letzte Woche gehört der Endkorrektur, der Formatierung und der Vorbereitung der Abgabe.

Ein wichtiger Tipp für diese letzte Woche ist die frühzeitige Klärung der Abgabemodalitäten. Wie muss die Arbeit abgegeben werden: als gebundene Printversion, als PDF-Upload, als beides? Wenn eine Printversion erforderlich ist, wann muss sie beim Drucker sein, damit die fertige Bindung rechtzeitig vorliegt? Viele Hochschulen haben klar geregelte Abgabemodalitäten, die im Vorfeld bekannt sein müssen, um keine bösen Überraschungen am Abgabetag zu erleben.

Ein weiterer Tipp ist die digitale Sicherung in mehreren unabhängigen Systemen: lokale Festplatte, Cloud-Dienst, externer Datenträger. Wer die Bachelorarbeit nur auf einem einzigen Gerät speichert, riskiert bei einem technischen Defekt den Verlust des gesamten Dokuments. Dieser Tipp klingt wie eine Selbstverständlichkeit, ist aber kein einmaliger Schritt, sondern eine Praxis, die während des gesamten Schreibprozesses konsequent eingehalten werden sollte.

Phase 14: Kolloquiumsvorbereitung

Das Kolloquium wird von den meisten Studierenden als Anhang zur Bachelorarbeit behandelt, der erst nach der Abgabe vorbereitet wird. Das ist zu spät. Wer während des Schreibprozesses regelmäßig übt, die eigene Arbeit in wenigen Sätzen zu erläutern, welche Entscheidungen man warum getroffen hat und was die Ergebnisse bedeuten, ist im Kolloquium erheblich besser vorbereitet.

Ein konkreter Tipp für die Kolloquiumsvorbereitung ist das Simulieren der Prüfungssituation. Man beschreibt die eigene Arbeit jemandem ohne Fachkenntnis und beantwortet dessen Fragen. Diese Person muss den fachlichen Inhalt nicht beurteilen können; sie kann aber rückmelden, ob die Erklärung klar und nachvollziehbar ist, und sie stellt häufig Fragen, die Prüfende ebenfalls stellen würden. Wer diese Simulation mehrfach durchläuft, findet Lücken in der eigenen Argumentation, bevor der Gutachter sie findet.

Ein weiterer Tipp ist das erneute Lesen der eigenen Arbeit kurz vor dem Kolloquium, mit dem Fokus auf die Abschnitte, in denen die wichtigsten Entscheidungen dokumentiert sind: die Forschungsfrage, die Methodenwahl, die Kernergebnisse und die wichtigsten Schlussfolgerungen. Wer diese Teile der Arbeit präsent hat, kann die typischen Kolloquiumsfragen ohne langes Nachdenken beantworten.

Wenn der Prozess ins Stocken gerät

Es gibt Phasen und Situationen, in denen die besten phasenspezifischen Tipps nicht ausreichen. Wenn die Erhebung nicht wie geplant läuft, wenn eine methodische Entscheidung sich im Nachhinein als falsch herausstellt, wenn Zeitdruck und inhaltliche Unsicherheit zusammenkommen oder wenn sprachliche Barrieren das Schreiben grundlegend erschweren – in diesen Situationen ist externe Unterstützung die rationale Entscheidung.

efactory1.de bietet phasenspezifische Unterstützung für alle Abschnitte der Bachelorarbeit. In der Konzeptionsphase methodisches Coaching durch Fachautoren mit einschlägiger akademischer Qualifikation. In der empirischen Phase statistische Auswertungsunterstützung mit SPSS, R und Stata. In der Schreibphase strukturelle Beratung und Musterarbeiten als inhaltliche Orientierung. In der Abschlussphase professionelles Lektorat, auch als Express-Service. Als Bery Ventures GmbH mit Sitz in Köln, Pilgrimstraße 6, bietet efactory1.de ein persönlich erreichbares Büro, ein Teilzahlungsmodell ohne Vorauszahlung des Gesamtbetrags und eine Geld-zurück-Garantie. Eine unverbindliche Anfrage ist jederzeit kostenlos möglich. Jetzt anfragen.

Häufig gestellte Fragen

Was sind die wichtigsten Tipps für den Start der Bachelorarbeit?

Prüfungsordnung lesen, Betreuer früh ansprechen, Forschungsfrage präzisieren und einen realistischen Zeitplan aufstellen, der Überarbeitung und Lektorat einschließt. Erst anmelden, wenn Thema und Forschungsfrage mit dem Betreuer abgestimmt sind.

Was hilft in der Schreibphase am meisten?

Eine feste tägliche Schreibroutine, die Trennung von Schreiben und Überarbeiten, das bewusste Absenken des Qualitätsanspruchs für die Rohfassung und das Beginnen mit dem klarsten Kapitel statt mit der Einleitung. Regelmäßigkeit schlägt Intensität.

Was sind die wichtigsten Tipps für die letzte Woche vor der Abgabe?

Keine inhaltlichen Veränderungen mehr. Abgabemodalitäten vorab klären. Inhaltsverzeichnis mit tatsächlichen Kapiteln abgleichen. Literaturverzeichnis auf Vollständigkeit prüfen. Eigenständigkeitserklärung nicht vergessen. Dokument in mehreren unabhängigen Systemen sichern.

Wie plant man die Überarbeitungsphase?

Mindestens zwei bis drei Wochen reservieren. Erst Abstand nehmen, dann in drei getrennten Durchgängen überarbeiten: strukturell, inhaltlich und sprachlich. Lektorat nach dem letzten Überarbeitungsdurchgang beauftragen. Formatierung als eigenen letzten Schritt behandeln.

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