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Aufbau einer Arbeit: Systematische Qualitätsprüfung vor der Abgabe

Der Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit ist nicht nur eine Planungsaufgabe zu Beginn des Schreibprozesses, sondern auch eine Qualitätssicherungsaufgabe am Ende. Was am Anfang als kohärente Gliederung geplant war, kann sich durch Monate des Schreibens, Umstrukturierens und Überarbeitens verändert haben. Kapitel können gewachsen sein; Übergänge können verloren gegangen sein; der Aufbauabschnitt in der Einleitung kann eine Struktur ankündigen, die nicht mehr der tatsächlichen entspricht. All diese Diskrepanzen müssen vor der Abgabe identifiziert und behoben werden.

Dieser Ratgeber beschreibt, wie man den Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit vor der Abgabe systematisch prüft: in welchen Schritten, auf welchen Ebenen und mit welchen konkreten Prüffragen. Er ist ein praktischer Leitfaden für die abschließende Qualitätssicherungsphase, die häufig zu kurz kommt, weil sie zeitlich zwischen dem Ende des Schreibens und dem Abgabetermin liegt, wo der Zeitdruck am größten ist.

Warum systematische Aufbauprüfung notwendig ist

Wer eine Bachelorarbeit über mehrere Monate schreibt, verliert unweigerlich den Überblick über die Gesamtstruktur. Man ist in den Details der einzelnen Kapitel vertieft und sieht nicht mehr, ob die Kapitelabfolge noch kohärent ist, ob das Fazit die Forschungsfrage tatsächlich beantwortet oder ob der Aufbauabschnitt der Einleitung noch mit dem tatsächlichen Aufbau übereinstimmt. Diese strukturellen Diskrepanzen entstehen nicht aus Nachlässigkeit, sondern aus der Natur langer Schreibprozesse: Die Arbeit verändert sich während des Schreibens, und nicht alle diese Veränderungen werden sofort in allen Teilen der Arbeit nachgezogen.

Eine systematische Aufbauprüfung kurz vor der Abgabe ist deshalb keine optionale Verbesserungsmaßnahme, sondern eine notwendige Qualitätssicherungsmaßnahme. Sie identifiziert strukturelle Probleme, die dem Gutachter auffallen würden, und gibt die Möglichkeit, sie zu korrigieren, bevor die Arbeit abgegeben wird. Was dabei wichtig ist: Die Aufbauprüfung muss als eigenständiger Schritt geplant und ausreichend früh durchgeführt werden, damit noch Zeit für Korrekturen bleibt. Wer die Aufbauprüfung am Abgabetag macht, findet möglicherweise Probleme, für die keine Zeit mehr zur Lösung bleibt.

Die drei Prüfrunden

Die systematische Aufbauprüfung besteht aus drei Prüfrunden, die auf verschiedenen Ebenen der Arbeit ansetzen und verschiedene Arten von Problemen identifizieren. Die erste Prüfrunde gilt der Makrostruktur: Ist die Kapitelabfolge kohärent? Beantworten die Kapitel gemeinsam die Forschungsfrage? Sind alle notwendigen Kapitel vorhanden? Die zweite Prüfrunde gilt der Mesostruktur: Sind die Übergänge zwischen Kapiteln vorhanden und korrekt? Sind Einleitungs- und Abschlusssätze jedes Kapitels informativ? Stimmt das Fazit mit der Forschungsfrage überein? Die dritte Prüfrunde gilt der formalen Vollständigkeit: Stimmt das Inhaltsverzeichnis mit dem Text überein? Ist das Literaturverzeichnis vollständig? Ist die Eigenständigkeitserklärung vorhanden und unterschrieben?

Diese drei Prüfrunden sollten als separate Schritte durchgeführt werden, nicht gleichzeitig. Wer versucht, alle drei gleichzeitig zu prüfen, riskiert, dass die Aufmerksamkeit zu schnell zwischen Ebenen wechselt und dabei Probleme auf jeder Ebene übersehen werden. Besser ist es, eine Prüfrunde vollständig abzuschließen, bevor die nächste beginnt.

Prüfrunde 1: Die Makrostruktur

Die erste Prüfrunde ist die wichtigste und sollte als erstes durchgeführt werden. Sie prüft, ob die Kapitelstruktur der Arbeit kohärent ist, also ob die Kapitel eine logische argumentative Linie von der Forschungsfrage zur Antwort bilden. Für diese Prüfung liest man nur das Inhaltsverzeichnis, nicht den Text. Das Inhaltsverzeichnis gibt einen komprimierten Überblick über die Gesamtstruktur der Arbeit, und strukturelle Probleme auf der Makroebene sind häufig bereits im Inhaltsverzeichnis erkennbar.

Was man beim Lesen des Inhaltsverzeichnisses konkret prüft: Haben alle Hauptkapitel präzise und informative Überschriften? Folgen die Kapitel einer erkennbaren logischen Linie? Gibt es Kapitel, die inhaltlich überschneidend zu sein scheinen? Fehlen offensichtlich notwendige Kapitel, wie ein Methodikteil oder eine Diskussion? Und ist die Gewichtung der Kapitel, die sich in der Anzahl der Unterkapitel andeutet, angemessen?

Der Forschungsfragen-Test

Der wichtigste Test in der Makrostrukturprüfung ist der Forschungsfragen-Test. Man liest die Forschungsfrage aus der Einleitung und dann das Inhaltsverzeichnis und fragt für jedes Hauptkapitel: Was trägt dieses Kapitel zur Beantwortung der Forschungsfrage bei? Diese Frage muss für jedes Kapitel in einem Satz beantwortet werden können. Wenn für ein Kapitel kein klarer Beitrag zur Forschungsfrage formuliert werden kann, ist das ein Signal, dass das Kapitel seine argumentative Funktion nicht klar erfüllt.

Wenn der Forschungsfragen-Test für ein Kapitel scheitert, gibt es drei mögliche Ursachen: Entweder ist das Kapitel tatsächlich nicht notwendig für die Beantwortung der Forschungsfrage und sollte gestrichen oder stark gekürzt werden. Oder das Kapitel ist notwendig, aber seine Überschrift ist zu vage formuliert, sodass die Funktion nicht erkennbar ist, und muss präzisiert werden. Oder das Kapitel ist notwendig, aber sein tatsächlicher Inhalt weicht von der ursprünglich geplanten Funktion ab, und der Inhalt oder die Funktion muss angepasst werden.

Der Sequenz-Test

Der Sequenz-Test prüft, ob die Kapitelabfolge eine logische Linie ergibt. Man liest die Hauptkapitelüberschriften in der Reihenfolge des Inhaltsverzeichnisses und formuliert für jeden Übergang zwischen zwei Kapiteln einen Verbindungssatz: „Nachdem Kapitel X Y gezeigt hat, untersucht Kapitel Z A.“ Wenn dieser Satz für jeden Übergang leicht formuliert werden kann, ist die Sequenz kohärent. Wenn man für einen Übergang keinen plausiblen Verbindungssatz formulieren kann, liegt möglicherweise ein Sequenzproblem vor: Entweder stehen zwei Kapitel in der falschen Reihenfolge, oder zwischen ihnen fehlt ein Verbindungskapitel.

Was der Sequenz-Test außerdem aufdeckt, sind Kapitel, die inhaltlich unabhängig voneinander stehen, also keine argumentative Abhängigkeit haben. Wenn Kapitel B nichts voraussetzt, was Kapitel A gezeigt hat, könnten die Kapitel in beliebiger Reihenfolge stehen, was ein Signal für eine thematische statt argumentative Gliederungslogik ist.

Der Vollständigkeits-Test

Der Vollständigkeits-Test prüft, ob alle für die Beantwortung der Forschungsfrage notwendigen Kapitel vorhanden sind. Man liest die Forschungsfrage und fragt: Welche Schritte sind notwendig, um diese Frage zu beantworten? Sind alle diese Schritte als Kapitel in der Arbeit vorhanden? Was häufig fehlt: ein eigenständiges Methodikkapitel, das methodologische Entscheidungen begründet; eine eigenständige Diskussion, die Ergebnisse interpretiert statt nur referiert; und ein Fazit, das die Forschungsfrage explizit beantwortet statt nur die Kapitel zusammenfasst.

Was der Vollständigkeits-Test nicht prüft, ist die Vollständigkeit des Inhalts jedes Kapitels. Die inhaltliche Vollständigkeit, also ob in dem Kapitel alle relevanten Aspekte behandelt wurden, ist eine Inhaltsfrage, keine Strukturfrage. Der Vollständigkeits-Test prüft nur, ob alle strukturellen Schritte zur Beantwortung der Forschungsfrage als Kapitel vorhanden sind.

Der Proportions-Test

Der Proportions-Test prüft, ob die Kapitel einen Raum einnehmen, der ihrer inhaltlichen Bedeutung für die Forschungsfrage entspricht. Man schaut auf die Seitenzahlen der Kapitel und fragt: Welches Kapitel nimmt wie viel Platz in Anspruch? Ist diese Verteilung angemessen? Ein Theorieteil, der sechzig Prozent der Arbeit einnimmt, und ein Ergebnisteil, der zehn Prozent einnimmt, zeigen eine Disproportionalität, die möglicherweise darauf hinweist, dass der Ergebnisteil zu kurz oder der Theorieteil zu lang ist.

Was bei der Proportionsprüfung zu beachten ist: Nicht jede Disproportionalität ist ein Problem. Manche Arbeiten haben thematisch bedingt einen sehr umfangreichen Theorieteil und einen kompakteren empirischen Teil. Was ein Problem ist, ist eine Disproportionalität, die sich nicht durch den Inhalt der Arbeit rechtfertigen lässt, sondern aus einer unausgewogenen Tiefe der Vorbereitung oder des Schreibens entstanden ist.

Prüfrunde 2: Die Mesostruktur

Die zweite Prüfrunde gilt der Mesostruktur: den Übergängen zwischen Kapiteln, den Einleitungs- und Abschlusssätzen jedes Kapitels und der Kohärenz von Einleitung und Fazit. Für diese Prüfrunde liest man nicht den gesamten Text, sondern nur die ersten und letzten Absätze jedes Kapitels sowie die Übergangssätze zwischen Kapiteln. Diese selektive Lektüre gibt einen schnellen Überblick über die mesostrukturelle Qualität, ohne den gesamten Text erneut lesen zu müssen.

Was man bei dieser selektiven Lektüre konkret prüft: Beginnt jedes Kapitel mit einem Einleitungsabsatz, der dem Lesenden sagt, was das Kapitel leisten wird? Endet jedes Kapitel mit einem Abschlussabsatz, der das Kapitel schließt und gegebenenfalls zum nächsten überleitet? Gibt es Übergänge zwischen den Hauptkapiteln, die die logische Verbindung zwischen ihnen explizit machen? Und stimmt das Fazit mit der Forschungsfrage überein?

Die Einleitung prüfen

Die Einleitung ist das erste, was ein Gutachter liest, und ihr Zustand setzt die Erwartungshaltung für die gesamte Arbeit. Was bei der Einleitungsprüfung konkret gefragt wird: Sind alle fünf Elemente vorhanden – Problemstellung, Forschungsfrage, methodischer Überblick, Abgrenzung und Aufbauabschnitt? Ist die Forschungsfrage explizit als Fragesatz formuliert und gut erkennbar? Stimmt der methodische Überblick mit der tatsächlichen Methodik überein? Stimmt der Aufbauabschnitt mit dem tatsächlichen Aufbau der Arbeit überein?

Was besonders häufig bei der Einleitungsprüfung als Problem auftaucht: Die Einleitung wurde früh geschrieben, und die Forschungsfrage oder der Aufbauabschnitt entsprechen nicht mehr der tatsächlichen Arbeit, weil sich beide im Schreibprozess verändert haben. Diese Diskrepanz muss korrigiert werden, weil ein Gutachter, der die angekündigte Forschungsfrage nicht in der Arbeit beantwortet findet, oder einen angekündigten Aufbau, der nicht vorhanden ist, das als strukturellen Fehler bewerten wird.

Kapiteleinleitungen und Kapitelabschlüsse prüfen

Jedes Hauptkapitel sollte mit einem kurzen Einleitungsabsatz beginnen, der dem Lesenden erklärt, was das Kapitel leisten wird, und gegebenenfalls eine Verbindung zum vorherigen Kapitel herstellt. Was man bei der Prüfung der Kapiteleinleitungen fragt: Sagt der erste Absatz jedes Kapitels dem Lesenden klar, was das Kapitel beinhaltet? Stellt er eine Verbindung zum Vorherigen her? Und macht er die Funktion des Kapitels für die Beantwortung der Forschungsfrage erkennbar?

Jedes Hauptkapitel sollte außerdem mit einem Abschlussabsatz enden, der das Kapitel schließt und gegebenenfalls zum nächsten überleitet. Was man bei der Prüfung der Kapitelabschlüsse fragt: Schließt der letzte Absatz jedes Kapitels die Argumentation des Kapitels ab? Zieht er eine Zwischenschlussfolgerung? Und leitet er zum nächsten Kapitel über? Was häufig fehlt: der Abschlussabsatz, weil das Kapitel mit dem letzten inhaltlichen Satz endet, ohne die Argumentation zu schließen.

Übergänge zwischen Kapiteln prüfen

Übergänge zwischen Hauptkapiteln sind die Nahtstellen der Gesamtstruktur und häufig die Stellen, an denen der rote Faden abreißt. Was man bei der Prüfung der Kapitelübergänge konkret tut: Man liest den letzten Absatz jedes Hauptkapitels und den ersten Absatz des folgenden und fragt, ob die Verbindung zwischen beiden erkennbar ist. Idealerweise nimmt der erste Absatz des neuen Kapitels einen Gedanken aus dem letzten Absatz des vorherigen auf und knüpft daran an.

Was fehlt, wenn Übergänge schwach sind: Die Kapitel stehen nebeneinander wie separate Textstücke. Der Lesende muss die Verbindung zwischen ihnen selbst herstellen, was kognitive Energie kostet und die Lesbarkeit verringert. Was bei der Prüfung getan werden kann, wenn Übergänge fehlen oder schwach sind: Einen expliziten Übergangssatz am Ende des vorherigen Kapitels hinzufügen, der auf das nächste verweist; oder einen Übergangssatz am Anfang des nächsten Kapitels hinzufügen, der das Vorherige aufgreift. Beide Varianten sind schnell zu realisieren und verbessern die Kohärenz erheblich.

Das Fazit prüfen

Das Fazit ist das letzte inhaltliche Kapitel und seine Qualität hat erheblichen Einfluss auf die Gesamtbewertung der Arbeit. Was bei der Fazitprüfung konkret gefragt wird: Beantwortet das Fazit die Forschungsfrage explizit? In der Praxis: Kann man im Fazit den Satz „Die Forschungsfrage lautete: … Die Antwort lautet: …“ vollständig formulieren, und zwar auf der Grundlage von Aussagen, die im Fazit tatsächlich stehen?

Was außerdem geprüft wird: Enthält das Fazit neue Informationen oder Argumente, die im Hauptteil keine Grundlage haben? Das sollte nicht der Fall sein; das Fazit schließt die Argumentation ab, es öffnet sie nicht. Und: Fasst das Fazit nur die Kapitel zusammen, statt die Forschungsfrage zu beantworten? Das ist der häufigste Fazitfehler und muss korrigiert werden.

Den Aufbauabschnitt der Einleitung prüfen

Der Aufbauabschnitt in der Einleitung ist das Element, das am häufigsten nicht mit dem tatsächlichen Aufbau übereinstimmt, weil er häufig früh geschrieben wurde und sich die Struktur seitdem verändert hat. Was bei der Prüfung des Aufbauabschnitts konkret getan wird: Man liest den Aufbauabschnitt und vergleicht jede Kapitelankündigung mit dem tatsächlichen Kapitel. Stimmt die Beschreibung des Kapitels im Aufbauabschnitt mit dem überein, was das Kapitel tatsächlich enthält?

Was häufig dabei entdeckt wird: Ein Kapitel, das im Aufbauabschnitt als „Kapitel drei beschreibt das methodische Vorgehen der Online-Befragung“ angekündigt wird, enthält in der tatsächlichen Arbeit eine vollständig andere Methodik, weil die Entscheidung für die Methode sich im Laufe des Prozesses verändert hat. Oder ein Kapitel, das im Aufbauabschnitt nicht erwähnt wird, ist in der tatsächlichen Arbeit vorhanden, weil es erst später hinzugefügt wurde. Diese Diskrepanzen müssen korrigiert werden.

Prüfrunde 3: Die formale Vollständigkeit

Die dritte Prüfrunde gilt der formalen Vollständigkeit aller formalen Bestandteile der Arbeit. Diese Prüfrunde ist die konkreteste und mechanischste der drei: Es geht nicht um argumentative Qualität, sondern darum, ob alle formalen Elemente vorhanden sind, korrekt formatiert sind und mit dem Rest der Arbeit übereinstimmen. Diese Prüfrunde sollte als letzter Schritt durchgeführt werden, nachdem die strukturellen und inhaltlichen Überarbeitungen abgeschlossen sind.

Was bei der formalen Prüfung konkret geprüft wird: das Inhaltsverzeichnis, das Literaturverzeichnis, die optionalen Verzeichnisse (Abbildungen, Tabellen, Abkürzungen), die Eigenständigkeitserklärung und die Paginierung. Jedes dieser Elemente hat spezifische Prüfpunkte, die im Folgenden einzeln beschrieben werden.

Das Inhaltsverzeichnis prüfen

Das Inhaltsverzeichnis muss mit allen Kapitel- und Unterkapitelüberschriften im Text exakt übereinstimmen. Was exakt übereinstimmen bedeutet: jedes Wort, jeder Doppelpunkt, jedes Komma in der Überschrift muss im Inhaltsverzeichnis und im Text identisch sein. Selbst kleine Abweichungen, zum Beispiel „Theoretischer Rahmen“ im Inhaltsverzeichnis und „Theoretischer Hintergrund“ im Text, sind formale Fehler, die in der Bewertung auffallen.

Was außerdem geprüft wird: Stimmen die Seitenzahlen im Inhaltsverzeichnis mit den tatsächlichen Seitenzahlen im Text überein? Wenn das Inhaltsverzeichnis automatisch aus den Formatvorlagen generiert wurde, aktualisiert man es ein letztes Mal kurz vor der Abgabe, damit alle Seitenzahlen nach der letzten Formatierungsänderung korrekt sind. Was nicht geprüft werden muss, wenn das Inhaltsverzeichnis automatisch generiert wurde: die manuelle Überprüfung jeder einzelnen Seitenzahl, weil die automatische Generierung diese Arbeit übernimmt.

Das Literaturverzeichnis prüfen

Das Literaturverzeichnis muss zwei Bedingungen erfüllen: Vollständigkeit und Konsistenz. Vollständigkeit bedeutet, dass jede im Text zitierte Quelle im Literaturverzeichnis vorhanden ist und dass keine Quelle im Literaturverzeichnis steht, die nicht im Text zitiert wurde. Konsistenz bedeutet, dass alle Einträge im Literaturverzeichnis nach demselben Zitierstil formatiert sind.

Was bei der Vollständigkeitsprüfung konkret getan wird: Man geht alle In-Text-Zitierungen durch und prüft, ob die entsprechenden Quellen im Literaturverzeichnis vorhanden sind. Das klingt aufwendig, aber wer ein Literaturverwaltungsprogramm wie Zotero oder Citavi verwendet, kann diese Prüfung automatisiert durchführen. Was ohne Literaturverwaltungsprogramm bleibt: eine manuelle Stichprobenprüfung, bei der man zehn bis zwanzig In-Text-Zitierungen zufällig auswählt und im Literaturverzeichnis nachschlägt.

Abbildungs- und Tabellenverzeichnisse prüfen

Wenn die Arbeit ein Abbildungs- oder Tabellenverzeichnis enthält, muss es vollständig und korrekt sein: Jede nummerierte Abbildung und jede nummerierte Tabelle muss im entsprechenden Verzeichnis mit ihrer Nummer, ihrer Beschriftung und der Seitenzahl aufgeführt sein. Was häufig dabei fehlt: Abbildungen oder Tabellen, die im Schreibprozess hinzugefügt wurden, ohne gleichzeitig in das Verzeichnis aufgenommen zu werden.

Was außerdem geprüft wird: Stimmen die Beschriftungen der Abbildungen und Tabellen im Text mit den Einträgen im Verzeichnis überein? Und haben alle Abbildungen und Tabellen, die aus Quellen übernommen wurden, eine Quellenangabe in der Beschriftung?

Die Eigenständigkeitserklärung prüfen

Die Eigenständigkeitserklärung ist in nahezu allen deutschen Hochschulen obligatorisch und muss handschriftlich unterschrieben sein. Was bei der Prüfung der Eigenständigkeitserklärung konkret geprüft wird: Ist sie vorhanden? Ist sie korrekt datiert, mit dem Abgabedatum oder einem Datum kurz davor? Ist sie handschriftlich unterschrieben? Und stimmt sie mit dem Standard der eigenen Hochschule überein, was die Formulierung angeht?

Was häufig vergessen wird: Die Eigenständigkeitserklärung muss im Dokument vorhanden sein, bevor das PDF generiert oder das Dokument ausgedruckt wird. Wer vergisst, die Eigenständigkeitserklärung in das Dokument einzufügen, und sie dann nach dem Druck separat unterschreibt und beilegt, erfüllt möglicherweise nicht die formalen Anforderungen der Hochschule.

Paginierung und Formatierung prüfen

Die Paginierung, also die Seitennummerierung, muss konsistent und korrekt sein. Was bei der Paginierungsprüfung konkret geprüft wird: Beginnt die arabische Seitennummerierung mit der ersten Seite des Textteils? Sind die Seitenzahlen an der richtigen Position (Kopf- oder Fußzeile)? Und sind die Seiten des Textteils lückenlos durchnummeriert?

Was außerdem bei der Formatierungsprüfung geprüft wird: Ist die Schriftart durchgehend konsistent? Gibt es Stellen, an denen versehentlich eine andere Schriftart oder Schriftgröße verwendet wurde, zum Beispiel durch das Einfügen von Text aus einer anderen Datei? Und sind alle Überschriften mit den richtigen Formatvorlagen formatiert, sodass das Inhaltsverzeichnis korrekt generiert werden kann?

Zeitplan für die Prüfphasen

Für alle drei Prüfrunden zusammen braucht man bei einer Bachelorarbeit mit dreißig bis sechzig Seiten typischerweise zwei bis vier Stunden. Die Makrostrukturprüfung dauert dreißig bis sechzig Minuten. Die Mesostrukturprüfung dauert ein bis zwei Stunden, weil man die Anfangs- und Endpassagen aller Kapitel liest und bewertet. Die formale Vollständigkeitsprüfung dauert dreißig bis sechzig Minuten.

Diese Prüfphasen müssen mindestens zwei bis drei Tage vor dem Abgabetermin abgeschlossen sein, damit noch Zeit für die identifizierten Korrekturen bleibt. Wer die Prüfung am Abgabetag macht und dabei strukturelle Probleme entdeckt, die eine Überarbeitung mehrerer Kapitel erfordern, hat keine Zeit mehr zur Lösung. Die Zeitplanung ist deshalb ein wesentlicher Teil der Prüfungsqualitätssicherung.

Unterstützung in der Abschlussphase

Wer bei der systematischen Aufbauprüfung vor der Abgabe Unterstützung sucht, findet bei efactory1.de professionelles Lektorat, das alle drei Prüfrunden systematisch durchführt: Makrostruktur, Mesostruktur und formale Vollständigkeit. Professionelles Lektorat hat den Vorteil der externen Perspektive: Wer die eigene Arbeit über Monate geschrieben hat, ist zu nah an ihr, um alle strukturellen Probleme zu sehen. Ein professioneller Lektor liest mit den Augen eines informierten Dritten und entdeckt Diskrepanzen und Lücken, die dem Schreibenden nicht mehr auffallen.

Als Bery Ventures GmbH mit Sitz in Köln, Pilgrimstraße 6, bietet efactory1.de ein persönlich erreichbares Büro, ein Teilzahlungsmodell ohne vollständige Vorauszahlung und eine Geld-zurück-Garantie. Eine unverbindliche Anfrage ist jederzeit kostenlos möglich. Jetzt anfragen.

Häufig gestellte Fragen

Wie prüft man den Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit vor der Abgabe?

In drei Prüfrunden: Makrostruktur (Kapitellogik, Forschungsfragenbezug, Vollständigkeit), Mesostruktur (Einleitungen und Abschlüsse der Kapitel, Übergänge, Fazitqualität) und formale Vollständigkeit (Inhaltsverzeichnis, Literaturverzeichnis, Eigenständigkeitserklärung, Paginierung).

Was muss kurz vor der Abgabe geprüft werden?

Übereinstimmung aller Überschriften im Inhaltsverzeichnis mit dem Text, Korrektheit aller Seitenzahlen, Vollständigkeit des Literaturverzeichnisses, Eigenständigkeitserklärung vorhanden und unterschrieben, korrekte Paginierung und Übereinstimmung des Aufbauabschnitts mit dem tatsächlichen Aufbau.

Was ist der häufigste Aufbaufehler kurz vor der Abgabe?

Die Diskrepanz zwischen dem Aufbauabschnitt in der Einleitung und dem tatsächlichen Aufbau der Arbeit – weil die Einleitung früh geschrieben und der Aufbau seitdem verändert wurde.

Wann sollte man die Aufbauprüfung durchführen?

Mindestens zwei bis drei Tage vor der Abgabe, damit noch Zeit für Korrekturen bleibt. Als eigenständiger geplanter Schritt, nicht als Teil des Korrekturlesens.

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