Wer zum ersten Mal eine Bachelorarbeit schreibt und nicht weiß, wie das fertige Dokument konkret aussehen soll, braucht keine Beschreibung der inhaltlichen Anforderungen, sondern eine visuelle und formale Orientierung: Wie ist die Seite aufgebaut? Welche Schriftart und Schriftgröße werden verwendet? Wie sieht das Deckblatt aus? Welchen Zeilenabstand hat der Text? Wie werden Überschriften formatiert? Und wie sehen Fußnoten und Literaturverzeichnis aus?
Dieser Ratgeber beantwortet diese Fragen vollständig und konkret. Er beschreibt, wie eine Bachelorarbeit formal und visuell aufgebaut ist, welche Formatierungsstandards im deutschsprachigen akademischen Kontext gelten und wo die Anforderungen zwischen Hochschulen und Fächern variieren. Am Ende ist klar, wie eine korrekt formatierte Bachelorarbeit aussieht und welche Formatierungsentscheidungen man selbst treffen muss.
Der Gesamteindruck einer Bachelorarbeit
Eine korrekt formatierte Bachelorarbeit hat einen professionellen, ruhigen und einheitlichen Gesamteindruck. Was das visuell bedeutet: ein konsistentes Schriftbild, klare visuelle Hierarchien zwischen Überschriften und Fließtext, ausreichend Weißraum durch angemessene Seitenränder und Zeilenabstand, und eine klare Trennung zwischen den verschiedenen Bestandteilen des Dokuments. Eine Bachelorarbeit sieht nicht aus wie ein Blogartikel, ein Zeitungsartikel oder eine PowerPoint-Präsentation. Sie hat das nüchterne, sachliche Erscheinungsbild eines akademischen Dokuments.
Was in einer gut formatierten Bachelorarbeit sofort auffällt, wenn man sie aufschlägt: Das Druckbild ist gleichmäßig, die Schriftgröße ist angenehm lesbar, der Zeilenabstand gibt dem Text Luft ohne verschwenderisch zu wirken, und die Überschriften sind von Fließtext klar unterschieden, ohne aufdringlich gestaltet zu sein. Was auffällt, wenn eine Bachelorarbeit schlecht formatiert ist: inkonsistente Schriftarten oder Schriftgrößen, zu enge oder zu weite Seitenränder, fehlende oder zu prominent gestaltete Überschriften, und ein insgesamt unruhiges, unstimmiges Erscheinungsbild.
Das Erscheinungsbild einer Bachelorarbeit ist nicht nur Ästhetik; es ist auch ein Signal über die Sorgfalt, mit der die Arbeit erstellt wurde. Eine nachlässig formatierte Arbeit signalisiert dem Gutachter nachlässige Detailarbeit, was die Erwartungshaltung für den Inhalt senkt. Eine sorgfältig formatierte Arbeit signalisiert das Gegenteil.
Seitenformat und Papier
Bachelorarbeiten werden in Deutschland standardmäßig auf DIN A4-Papier, also 210 mm mal 297 mm, gedruckt. Das Papier ist in der Regel weiß und hat ein Gewicht von 80 Gramm pro Quadratmeter, was dem Standard-Druckerpapier entspricht. Schwereres Papier, zum Beispiel 90 oder 100 Gramm, gibt der Arbeit ein etwas hochwertigeres Erscheinungsbild, ist aber keine Anforderung.
Die meisten Bachelorarbeiten werden einseitig bedruckt, also nur auf einer Seite des Blatts. Manche Hochschulen erlauben oder verlangen doppelseitigen Druck; in diesem Fall müssen die Seitenränder für linke und rechte Seiten gespiegelt sein, damit der Bundsteg, also der innere Rand nahe der Bindung, auf beiden Seiten ausreichend Platz lässt. Die Prüfungsordnung gibt die verbindliche Anforderung an.
Seitenränder
Die Seitenränder einer Bachelorarbeit sind ein praktischer Kompromiss zwischen Lesbarkeit, Notizfläche für Gutachter und ökonomischer Seitennutzung. Zu kleine Seitenränder lassen den Text eng und schwer lesbar wirken und geben Gutachtern keinen Platz für Anmerkungen. Zu große Seitenränder verringern den Textraum und können als Versuch wirken, die Arbeit künstlich zu verlängern.
Typische Seitenränder für Bachelorarbeiten sind 2,5 cm oben, 2,5 cm unten und 2,5 cm links, mit einem etwas größeren rechten Rand von 3 bis 4 cm. Der größere rechte Rand dient als Notizfläche für Gutachterkommentare. Manche Hochschulen schreiben spezifische Randmaße vor; in diesem Fall sind diese verbindlich. Wer keine spezifischen Vorgaben hat, ist mit den genannten Maßen gut aufgestellt.
Bei doppelseitigem Druck gilt eine andere Logik: Der Bundsteg, also der Rand nahe der Bindung, muss auf beiden Seiten groß genug sein, damit der Text nicht in der Bindung verschwindet. In Word und LibreOffice gibt es eine Funktion für gespiegelte Seitenränder, die diesen Effekt automatisch erzeugt.
Schriftart und Schriftgröße
Die Schriftart ist eine der sichtbarsten Formatierungsentscheidungen und eine der am häufigsten freistehend getroffenen. Im deutschsprachigen akademischen Kontext sind zwei Schriftfamilien gebräuchlich: Serifenschriften wie Times New Roman und serifenlose Schriften wie Arial, Calibri oder Helvetica. Times New Roman gilt als klassische akademische Schrift und ist in vielen Fächern und Hochschulen die bevorzugte Wahl. Arial oder Calibri werden zunehmend akzeptiert und sind in technischen und ingenieurwissenschaftlichen Fächern häufiger verbreitet.
Was bei der Schriftwahl entscheidend ist, ist nicht primär die ästhetische Präferenz, sondern die Konsistenz: Wer Times New Roman für den Fließtext wählt, verwendet dieselbe Schriftfamilie für Überschriften, Bildunterschriften und Fußnoten. Wer Arial wählt, tut dasselbe. Ein Mischmasch aus verschiedenen Schriftarten in derselben Arbeit wirkt uneinheitlich und unprofessionell.
Die Schriftgröße für den Fließtext beträgt standardmäßig 12 Punkt. Überschriften der ersten Ebene werden häufig in 14 oder 16 Punkt gesetzt, Überschriften der zweiten und dritten Ebene in 12 oder 13 Punkt mit Fettdruck. Fußnotentext ist in der Regel in 10 Punkt gesetzt. Die Eigenständigkeitserklärung und andere formale Elemente werden in derselben Schriftgröße wie der Fließtext gesetzt.
Zeilenabstand und Absatzformatierung
Der Zeilenabstand bestimmt, wie viel Platz zwischen den Zeilen liegt und beeinflusst die Lesbarkeit und den Weißraum des Texts erheblich. Der Standard für Bachelorarbeiten ist der 1,5-fache Zeilenabstand, der zwischen dem zu engen einfachen Zeilenabstand und dem zu weiten zweifachen Zeilenabstand liegt. Der 1,5-fache Abstand gibt dem Text Luft, macht ihn leicht lesbar und ermöglicht Gutachternotizen zwischen den Zeilen.
Manche Hochschulen verlangen den zweifachen Zeilenabstand, was die Arbeit umfangreicher wirken lässt und mehr Platz für Kommentare gibt. Fußnoten und Blockzitate werden häufig mit einfachem Zeilenabstand gesetzt, auch wenn der Rest der Arbeit 1,5-fachen Abstand hat, weil sie durch ihre Position und Einrückung ohnehin optisch vom Fließtext abgegrenzt sind.
Die Absatzformatierung entscheidet, ob Absätze durch einen Einzug der ersten Zeile oder durch Abstände zwischen Absätzen voneinander getrennt werden. Im deutschsprachigen akademischen Raum ist der Abstand zwischen Absätzen verbreiteter als der erste Einzug: Man lässt eine halbe Leerzeile zwischen Absätzen (6 Punkt Abstand nach dem Absatz in Word). In manchen Hochschulen und Fachkulturen ist dagegen der Einzug bevorzugt. Beide Varianten sind legitim, solange sie konsistent angewendet werden.
Textausrichtung: Blocksatz oder Flattersatz
Bachelorarbeiten werden fast ausnahmslos im Blocksatz gesetzt: Der Text ist sowohl links- als auch rechtsbündig ausgerichtet, was einen gleichmäßigen Rand auf beiden Seiten erzeugt und dem Druckbild ein ruhiges, professionelles Erscheinungsbild gibt. Der Flattersatz, also der linksbündige Text mit einem ungleichmäßigen rechten Rand, wird in wissenschaftlichen Arbeiten seltener verwendet und kann in manchen Fächern als unkonventionell wahrgenommen werden.
Was beim Blocksatz technisch zu beachten ist: Die Silbentrennung muss aktiviert sein. Ohne Silbentrennung kann der Blocksatz zu ungleichmäßigen Wortabständen führen, wenn lange Wörter am Zeilenende stehen. In Word und LibreOffice ist die automatische Silbentrennung eine Einstellung unter der Absatzformatierung oder in den Spracheinstellungen. Im deutschen Text mit seinen häufig langen Komposita ist eine gute Silbentrennung besonders wichtig.
Seitenzahlen und Paginierung
Die Paginierung einer Bachelorarbeit folgt einer Zweiteilungslogik: Die Vordermasse, also Inhaltsverzeichnis und optionale Verzeichnisse, wird mit römischen Ziffern paginiert (I, II, III…). Der Textteil beginnt mit einer arabischen 1 und wird durchgehend mit arabischen Ziffern nummeriert. Das Deckblatt erhält in der Regel keine Seitenzahl, obwohl es als Seite I zählt; deshalb beginnt das Inhaltsverzeichnis mit Seite II oder dem entsprechenden arabischen Äquivalent.
Seitenzahlen stehen in der Regel in der Kopf- oder Fußzeile. Im Kopf oder Fuß kann außerdem der Titel der Arbeit oder der Name der Verfasserin beziehungsweise des Verfassers als Kolumnentitel erscheinen. Manche Hochschulen schreiben die Position der Seitenzahl vor; ohne spezifische Vorgaben ist die Fußzeile die häufigste und sicherste Wahl, weil sie den Textraum nicht beeinträchtigt.
Das Deckblatt: Was es enthält und wie es aussieht
Das Deckblatt ist die erste Seite der Bachelorarbeit und enthält alle prüfungsrelevanten Identifikationsinformationen. Es ist klar und übersichtlich gestaltet, ohne grafische Elemente, die von der sachlichen Funktion ablenken würden. Die meisten Hochschulen stellen Deckblattvorlagen zur Verfügung, die verwendet werden sollten, wenn vorhanden.
Typische Elemente eines Deckblatts von oben nach unten: Der vollständige Name der Hochschule und des Fachbereichs oder Instituts stehen oben, häufig mit dem Hochschullogo, wenn die Hochschulvorlage es enthält. Dann folgt der Titel der Bachelorarbeit in einer größeren Schriftgröße, häufig 14 oder 16 Punkt, zentriert auf der Seite. Der Untertitel, sofern vorhanden, steht in einer etwas kleineren Schriftgröße darunter. Dann folgen die Art der Arbeit, also „Bachelorarbeit zur Erlangung des akademischen Grades Bachelor of Science“ oder ähnlich. Darunter stehen Name, Vorname, Matrikelnummer und Studiengang der verfassenden Person. Dann der Name des Erstgutachters mit Titel und Institution sowie der Name des Zweitgutachters. Abschließend Abgabedatum und Studienort.
Das Deckblatt ist in der Regel einseitig und nicht paginiert. Zwischen den einzelnen Elementen wird durch Weißraum getrennt, nicht durch Trennlinien oder grafische Elemente. Der Gesamteindruck ist sachlich und klar.
Das Inhaltsverzeichnis: Format und Gestaltung
Das Inhaltsverzeichnis enthält alle Kapitel- und Unterkapitelüberschriften mit den entsprechenden Seitenzahlen, rechtsbündig ausgerichtet und durch Leitpunkte oder Linien mit der Überschrift verbunden. Die visuelle Hierarchie der Gliederungsebenen wird durch Einrückung und häufig durch unterschiedliche Schriftstärken sichtbar: Hauptkapitel stehen in Fettdruck oder einer etwas größeren Schriftgröße, Unterkapitel in normaler Schriftstärke und mit einem Einzug von ein bis zwei Zentimetern.
Das Inhaltsverzeichnis wird in professionellen Textverarbeitungsprogrammen automatisch aus den mit der Formatvorlage „Überschrift“ markierten Kapitelüberschriften generiert. Diese automatische Generierung stellt sicher, dass die Seitenzahlen immer aktuell sind und dass keine Überschriften vergessen werden. Wer das Inhaltsverzeichnis manuell erstellt, riskiert Fehler bei den Seitenzahlen und fehlende Einträge.
Überschriften: Hierarchie und Formatierung
Überschriften sind die wichtigsten Navigationspunkte in einer Bachelorarbeit. Ihre visuelle Gestaltung muss die inhaltliche Hierarchie widerspiegeln: Hauptkapitelüberschriften sind größer und prominenter als Unterkapitelüberschriften. Eine typische Überschriftenhierarchie sieht so aus: Überschriften der ersten Ebene (Hauptkapitel) werden in Fettdruck mit 14 Punkt gesetzt, Überschriften der zweiten Ebene (Unterkapitel) in Fettdruck mit 12 Punkt, und Überschriften der dritten Ebene in Fettdruck oder Kursiv mit 12 Punkt.
Was die Abstände um Überschriften angeht: Vor einer Überschrift sollte ein größerer Abstand stehen als nach ihr, weil die Überschrift zum folgenden Text gehört, nicht zum vorherigen. In Word und LibreOffice lassen sich diese Abstände in den Formatvorlagen für Überschriften einstellen; eine typische Einstellung ist 12 bis 18 Punkt vor der Überschrift und 6 Punkt danach.
Was bei der Überschriftenformatierung häufig falsch gemacht wird: Überschriften werden zentriert statt linksbündig ausgerichtet, was in wissenschaftlichen Texten unüblich und optisch unruhig ist. Oder Überschriften werden durch Unterstreichung hervorgehoben, was in wissenschaftlichen Texten ebenfalls unüblich ist. Der Standard in wissenschaftlichen Arbeiten ist linksbündige Überschriften mit Fettdruck als primäres Hervorhebungsmittel.
Fußnoten: Format und Platzierung
Fußnoten erscheinen am unteren Rand derjenigen Seite, auf der sie im Text eingefügt sind, getrennt vom Fließtext durch eine horizontale Linie. Fußnotentext wird in der Regel in 10 Punkt gesetzt, also zwei Punkt kleiner als der Fließtext, und hat einen einfachen Zeilenabstand. Die Fußnotennumerierung beginnt entweder mit der Zahl 1 für die gesamte Arbeit oder beginnt auf jeder Seite neu bei 1; die erste Option ist in deutschen wissenschaftlichen Arbeiten üblicher.
In deutschen Bachelorarbeiten werden Fußnoten für zwei Zwecke genutzt: für Literaturverweise im deutschen Fußnotensystem und für inhaltliche Anmerkungen, die den Haupttext entlasten, ohne vollständig weggelassen werden zu können. Das internationale APA-System verzichtet dagegen auf Fußnotenverweise und integriert alle Literaturnachweise als Kurzbelege im Text. Welches System verwendet wird, hängt vom Fach und der Hochschulkonvention ab.
Direkte Zitate: Formatierung und Länge
Direkte Zitate werden in wissenschaftlichen Texten durch Anführungszeichen markiert und durch eine Quellenangabe belegt. Im deutschen akademischen Schreiben werden die deutschen typografischen Anführungszeichen verwendet, also „Anführungszeichen unten“ und „Anführungszeichen oben“ (oder »Guillemets«), nicht die englischen „quotation marks“. Was bei direkten Zitaten inhaltlich verändert wird, muss durch eckige Klammern gekennzeichnet werden: Auslassungen durch […] und Ergänzungen durch [Ergänzung, Name].
Längere Zitate, also Zitate, die mehr als drei bis vier Zeilen umfassen, werden häufig als Blockzitat formatiert: eingerückt, in einfachem Zeilenabstand und ohne Anführungszeichen. Dieses Format hebt das Zitat visuell vom Fließtext ab und macht seine Länge sofort erkennbar. Blockzitate sollten in Bachelorarbeiten sparsam eingesetzt werden; ein einziger gut gewählter Abschnitt als Blockzitat ist wirkungsvoller als häufige Blockzitate, die den Eindruck erzeugen, dass der Schreibende Fremdes statt Eigenes präsentiert.
Abbildungen und Tabellen: Format und Beschriftung
Abbildungen und Tabellen werden in Bachelorarbeiten durchgehend nummeriert (Abbildung 1, Abbildung 2… und Tabelle 1, Tabelle 2…) und haben eine Beschriftung, die den Inhalt kurz beschreibt. Die Beschriftung von Abbildungen steht darunter, die Beschriftung von Tabellen häufig darüber; diese Konvention ist aber nicht universell und kann von Fach zu Fach variieren.
Was die visuelle Gestaltung von Tabellen angeht: Einfache, klare Tabellenformate ohne übermäßige Linien und farbliche Gestaltung sind in wissenschaftlichen Arbeiten bevorzugt. Das American Psychological Association-Format, das in der Psychologie und vielen Sozialwissenschaften gilt, schreibt beispielsweise vor, dass Tabellen nur horizontale Linien haben, keine vertikalen, und dass der Tabelleninhalt in serifenloser Schrift gesetzt wird.
Abbildungen und Tabellen, die aus Quellen übernommen wurden, müssen durch eine Quellenangabe in der Beschriftung gekennzeichnet sein. Diese Angabe folgt dem in der Arbeit verwendeten Zitierstil: In der APA-Zitierweise lautet eine typische Quellenangabe unter einer Abbildung „Anmerkung. Adaptiert von Titel der Quelle von Autorenname, Jahr, Verlag (sofern zutreffend). Mit Genehmigung.“
Das Literaturverzeichnis: Format und Struktur
Das Literaturverzeichnis erscheint nach dem Textteil und enthält alle im Text zitierten Quellen in alphabetischer Reihenfolge nach dem Nachnamen des ersten Autors. Es ist typischerweise mit hängendem Einzug formatiert: Die erste Zeile jedes Eintrags beginnt am linken Rand, alle folgenden Zeilen desselben Eintrags sind um einen halben bis einen Zentimeter eingerückt. Diese Formatierung macht den Beginn jedes neuen Literatureintrags sofort erkennbar.
Das Format jedes Eintrags folgt dem verwendeten Zitierstil: Im APA-7-Stil sieht ein Zeitschriftenartikel-Eintrag beispielsweise so aus: Nachname, Initiale. (Jahr). Titel des Artikels. Name der Zeitschrift, Jahrgang(Heft), Seitenangaben. DOI-Nummer. Das Literaturverzeichnis enthält keine Quellen, die nicht im Text zitiert wurden, auch wenn sie zur Vorbereitung genutzt wurden; diese könnten in einem separaten Bibliografie-Abschnitt aufgeführt werden, wenn das fachüblich ist.
Zitierstile: APA, Chicago, Harvard und andere
Der Zitierstil bestimmt, wie Quellen im Text nachgewiesen und im Literaturverzeichnis aufgeführt werden. In Deutschland gibt es keine universelle Norm; verschiedene Fächer und Hochschulen haben verschiedene Konventionen. In der Psychologie und den quantitativen Sozialwissenschaften ist der APA-Stil (American Psychological Association, derzeit 7. Auflage) der dominierende Standard. In der Geschichte und manchen Geisteswissenschaften ist das Fußnotensystem mit vollständigen Belegen in den Fußnoten verbreitet. In den Wirtschaftswissenschaften werden häufig APA, Harvard oder ein hochschulspezifisches Format verwendet.
Was bei der Wahl des Zitierstils gilt: Der Betreuer oder die Prüfungsordnung gibt die verbindliche Konvention vor. Wer keinen spezifischen Zitierstil vorgeschrieben bekommt, wählt einen der verbreiteten Stile, wendet ihn aber vollständig konsistent an. Das wichtigste ist die Konsistenz: Wer APA für den In-Text-Verweis verwendet, verwendet APA auch für das Literaturverzeichnis, und wer das Fußnotensystem verwendet, führt alle Literatur im Fußnotensystem an.
Anhang und Eigenständigkeitserklärung
Der Anhang erscheint nach dem Literaturverzeichnis und enthält Materialien, die zu umfangreich für den Textteil sind, aber für die Transparenz der Arbeit relevant. Typische Anhanginhalte sind Erhebungsinstrumente wie Fragebögen und Interviewleitfäden, vollständige Transkripte, ergänzende Datentabellen und rechtliche Dokumente. Jeder Teil des Anhangs ist mit einer Buchstaben- oder Zahlenbezeichnung versehen (Anhang A, Anhang B oder Anlage 1, Anlage 2) und hat eine eigene Überschrift.
Die Eigenständigkeitserklärung ist das letzte formale Element der Bachelorarbeit. Sie ist eine standardisierte schriftliche Erklärung, die bestätigt, dass die Arbeit selbstständig verfasst wurde, alle Quellen angegeben wurden und keine unzulässigen Hilfsmittel verwendet wurden. Manche Hochschulen stellen Standardformulierungen zur Verfügung, andere verlangen eine selbst formulierte Erklärung. Die Eigenständigkeitserklärung muss handschriftlich unterschrieben sein und enthält Datum und Ort der Unterzeichnung.
Bindung und Druck
Wie viele Exemplare der Bachelorarbeit gedruckt und eingereicht werden müssen, steht in der Prüfungsordnung. Häufig sind zwei gebundene Exemplare für die Gutachter erforderlich, manchmal ein drittes für das Prüfungsamt. Die Bindungsform ist in der Regel nicht vorgeschrieben; verbreitete Optionen sind die Klebebindung (Softcover), die Ringbindung oder die Spiralbindung. Die Klebebindung wirkt am professionellsten, weil sie dem fertigen Dokument ein buchähnliches Erscheinungsbild gibt.
Was beim Druck zu beachten ist: Der rechte Rand muss ausreichend groß sein, damit bei der Bindung kein Text verschwindet. Wer einseitig druckt und ein Softcover mit Klebebindung wählt, verliert durch die Bindung ungefähr einen Zentimeter Papierbreite auf der linken Seite des gedruckten Texts. Deshalb muss der linke Rand bei einseitig gedruckten, gebundenen Arbeiten entsprechend größer sein.
Die digitale Version
Neben den gedruckten Exemplaren verlangen viele Hochschulen eine digitale Version der Bachelorarbeit als PDF. Das PDF sollte aus dem Textverarbeitungsprogramm direkt als PDF exportiert werden, nicht gescannt, weil gescannte PDFs keine durchsuchbaren Texte enthalten. Das PDF sollte alle Formatierungen des gedruckten Dokuments korrekt wiedergeben, inklusive Inhaltsverzeichnis, Seitenzahlen und Quellenangaben.
Was bei der Erstellung des PDFs zu beachten ist: Eingebettete Schriften, damit das Dokument auch auf Computern korrekt angezeigt wird, auf denen die verwendete Schriftart nicht installiert ist. Korrekte Lesezeichen im PDF, die die Gliederung des Dokuments in der PDF-Navigation widerspiegeln. Und eine Dateigröße, die für den E-Mail-Versand oder das Hochladen in ein Dokumentenmanagementsystem geeignet ist.
Unterstützung für die Formatierung
Wer bei der korrekten Formatierung der Bachelorarbeit Unterstützung sucht, findet bei efactory1.de professionelles Lektorat, das neben inhaltlichen auch formale und formatierungstechnische Aspekte prüft. Musterarbeiten zeigen, wie eine korrekt formatierte Bachelorarbeit konkret aussieht: Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, Textteil mit Überschriften, Fußnoten, Abbildungen und Tabellen, Literaturverzeichnis und Eigenständigkeitserklärung in der richtigen Form und der richtigen Reihenfolge.
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Häufig gestellte Fragen
Wie sieht eine Bachelorarbeit formal aus?
A4-Papier, einseitig bedruckt, Seitenränder 2,5 bis 3 cm, Schriftgröße 12 Punkt, Zeilenabstand 1,5-fach, Blocksatz mit Silbentrennung. Sie beginnt mit Deckblatt, dann Inhaltsverzeichnis, optionale Verzeichnisse, Textteil, Literaturverzeichnis, optionaler Anhang und Eigenständigkeitserklärung.
Welche Schriftart verwendet man?
Times New Roman (12 Punkt) oder Arial/Calibri (12 Punkt) – konsistent durch die gesamte Arbeit. Fußnoten in 10 Punkt. Überschriften der ersten Ebene in Fettdruck und 14 Punkt, der zweiten Ebene in Fettdruck und 12 Punkt.
Wie groß sind die Seitenränder?
Typisch: 2,5 cm oben, 2,5 cm unten, 2,5 cm links, 3 bis 4 cm rechts (Notizfläche für Gutachter). Die Prüfungsordnung gibt verbindliche Maße an, falls vorhanden.
Wie lang ist eine Bachelorarbeit?
Typisch 30 bis 60 Seiten Textteil ohne Anhang und Verzeichnisse. Erhebliche Variation zwischen Fächern. Die Prüfungsordnung enthält die verbindliche Angabe.